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Einrichtungstrends 2019/2020 + DIY Deko-Tipps

Laut einer Umfrage von Bookatable, legen 80 Prozent der Gäste hohen Wert auf ein stimmiges Raumkonzept. Wir verraten Ihnen, mit welchen aktuellen Deko-Trends Sie zur Spitze der Gastro-Szene avancieren.

Einrichtungstrends 2019/2020 + DIY Deko-Tipps

Wie schon ein altes Sprichwort mahnt: Das Auge isst mit. Wer diese Weisheit verschmäht, überzeugt auch mit gutem Essen nicht. Denn laut einer Umfrage von Bookatable legen 80 Prozent der Gäste hohen Wert auf ein stimmiges Raumkonzept. Nur einem Prozent der Befragten war die Raumgestaltung egal, solange das Essen schmeckt. Aber gibt es das eine Raumkonzept für den Erfolg? Leider nicht, denn das passende Interieur hängt letztendlich von Ihrer Zielgruppe ab.

Die Zielgruppe für Ihr Restaurant definieren

Selbst alte Gastro-Hasen sind sich Ihrer konkreten Zielgruppe nicht immer bewusst. Denn die einzelnen Faktoren sind so facettenreich wie die Zutaten für ein Curry. Theoretisch kann alles rein, damit schmeckt es aber noch nicht jedem. Die folgenden Fragen helfen dabei, Ihre Zielgruppe herauszukristallisieren.

In welchem Stadtteil befindet sich Ihr Lokal?

Ihr Standort gibt den ersten Aufschluss über Ihre Zielgruppe. Was die lokalen Hipster als altbacken verschmähen, wird auf der Touristen-Meile als traditionelle Sehenswürdigkeit gefeiert. Oder was in der Innenstadt als extravagant gilt, wird im Vorort als überkandidelt verspottet. Ausschlaggebend ist zudem, ob Sie sich in einem finanzstarken oder -schwachen Stadtteil befinden. Passen Sie sich Ihrem lokalen Klientel an, um Erfolg zu haben. Ein unpassendes Angebot und Ambiente kann Ihnen schnell zum Verhängnis werden. Ein schönes Beispiel ist das Projekt Eygelstein der Freddy Schilling Crew, dass nach drei Monaten wieder schließen musste, da die lokale Zielgruppe mit dem hochkarätigen Angebot nichts anfangen konnte.

Wie groß ist Ihr Lokal?

Ist Ihr Lokal klein und kompakt? Dann gibt es zwei Konzepte, um lukrativ zu bleiben: Entweder Sie setzen auf kleine Preise, viel Fluktuation und ein minimalistisches Ambiente oder auf hohe Preise, einen festen Kundenstamm sowie eine hochwertige Einrichtung. Auch hier entscheidet der Standort, welches Modell sich langfristig rentiert.

Welche Generation möchten Sie ansprechen?

Generell wird zwischen den Generationen X, Y und Z unterschieden. Zur Generation X zählen Personen die zwischen 1965 und 1976 geboren sind. Diese Generation steht bereits seit Jahrzehnten fest im Berufsleben, geht gerne aus und schätzt eine unaufdringliche, ruhige Atmosphäre. Zur Generation Y zählen Personen die zwischen 1977 und 1994 geboren sind. Diese Zielgruppe ist umweltbewusst, experimentierfreudig und kommt gerne in größeren Gruppen. Ausreichend Platz und ein gemütliches Mobiliar sind willkommen. Eine unterschätze Zielgruppe ist die Generation Y, geboren zwischen 1995 und 2010. Diese Zielgruppe ist nicht besonders finanzstark und demographisch gesehen klein, aber zukunftsweisend. Für die Generation Y ist Essen eine Statement, vegane und vegetarische Alternativen sind ein Muss. Das Essen soll schnell, günstig und trotzdem gesund sein. Außerdem spielt die Identifikation eine große Rolle, weswegen die Geschichte des Lokals ausschlaggebend ist. Am besten, spiegelt sich diese auch in der Raumgestaltung wieder.

Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Picken Sie sich eine nischige Zielgruppe heraus, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Italienische Eisdielen gibt es wie Sand am Meer, aber Eisdielen für Allergiker, Diabetiker oder Veganer sind wiederum eine Besonderheit. Oder eröffnen Sie einen Burger-Laden, in dem es gleichzeitig ein großes Angebot an Brettspielen und verschiedenen Biersorten gibt.

Aktuelle Einrichtungstrens 2019/2020

Reagieren Sie auf aktuelle Trends um wettbewerbsfähig zu bleiben und denken Sie vorausschauend: Welche Bedürfnisse und Themen werden Ihre Kunden auch zukünftig bewegen?

Greenery

Ein Cafe mit vielen Pflanzen, sodass ein Dschungel-Feeling geweckt wird

Je größer unsere Städte werden, umso inniger wird die Sehnsucht nach der Natur. Wie auch zur Zeit der Industrialisierung erlebt der Naturalismus seine Renaissance. Nur diesmal nicht in Form von Gemälden, sondern in der Gestalt von Zimmerpflanzen. Die Begriffe "Greenery" oder "Urban Jungle" stehen synonym für eine Raumgestaltung, die dem Gast das Gefühl von Natur und Abenteuer inmitten der betonierten Großstadt vermittelt. Nicht nur in der Gastronomie, auch in der Bürobranche und in Privathaushalten wird dieses Raumkonzept immer populärer. Denn Natur wirkt stimulierend, selbst die Simulierte. Besonders authentisch wirkt dieses Raumkonzept, wenn Sie ihren Schwerpunkt auf exotische sowie gesunde Gerichte setzen.

Shabby Chic / Vintage

Ein Cafe eingerichtet mit Vintage-Sesseln in knalligen Farben und vielen altmodischen Bildern in goldenen Rahmen

Die Lebensphilosophie „aus alt mach neu“ liegt voll im Trend - auch im Gastronomiebereich. Denn das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt rückt immer stärker in den gesellschaftlichen Fokus. Rustikale Möbel mit neumodischem Pastel-Anstrich sind nicht nur ein Eye-Catcher, sondern suggerieren unterschwellig Umweltbewusstsein. Besonders in Cafés ist der Shabby-Chic-Look hoch im Kurs. Zeit Omas altes Blumen-Porzellan aus dem Keller zu kramen und wieder salonfähig zu machen. Der Grad zwischen kitschig und elegant ist sehr schmal. Aber wer den Balance-Akt schafft, profitiert von einer starken Kundenbindung. Neben Cafés eignet sich dieses Raumkonzept für die Crêperie, Patisserie oder Boulangerie.

Industrial Chic

Restaurant im Cafeteria-Stil mit minimalistischer Einrichtung

Dieser Einrichtungs-Stil bildet das Gegenstück zum Shabby Chic Look. Statt schmuckhafter Elemente ist der Industrial Chic geradlinig und asketisch. Es dominieren Materialien wie Metal und unbearbeitetes Holz. Auch die Deko ist minimalistisch: Kerzen in ausgespülten Einmachgläsern, übergroße LED-Lampen als Deckenbeleuchtung und unverputzte Wände. Damit das Ganze nicht zu karg wirkt, setzen große Bilder aufregende Akzente. Besonders Street-Art-Motive bieten sich an. Der Vorteil des Industrial Chic: Er ist gut mit anderen Trends kombinierbar und schont das Budget. Die Herausforderungen ist es, eine individuelle Note in diesen reduzierten Stil zu prägen. Gerade in modernen Fast-Food-Restaurants ist der Industrial Chic populär.

Faustregel für die Raumgestaltung in der Gastronomie

Achten Sie immer darauf, dass Ihre Speisekarte, Ihre Business-Story und Ihre Raumgestaltung harmonieren, also eine einheitliche Corporate Identity bilden. Servieren Sie beispielsweise hauptsächlich koreanische Speisen, benutzen Sie Formen, Farben und Pflanzen die im koreanischen Raum heimisch sind. Bieten Sie polnische Hausmannskost an, kombinieren Sie den Landhaus-Stil mit Industrial Chic. Denken Sie immer daran: Die Gäste wollen nicht nur gutes Essen, sie wollen ein Erlebnis. Orientieren Sie sich dabei an Ihren stärksten Wettbewerbern, um von diesen zu lernen.

Die Benchmarkanlyse für Ihr Raumkonzept

Ein Dogma des Marketing ist es, die Konkurrenz immer im Auge zu behalten. In der Benchmarkanalyse (auch Wettbewerbsanalyse genannt) eruieren Sie die zwei oder drei erfolgreichsten Konkurrenten. Wichtig ist, dass Sie Wettbewerber heraussuchen, die in den Punkten Angebot, Standort und der Zielgruppe mit Ihnen übereinstimmen. Legen Sie vor der Analyse relevante Kriterien fest, beispielsweise „Farbgestaltung“, „Komfort der Möbel“ oder „Design der Möbel“. Bewerten Sie innerhalb der Kriterien, was die Konkurrenz so gut macht, dass Sie es adaptieren wollen und womit Sie wiederum auftrumpfen können.

DIY Deko-Tipps für Ihr Lokal

Erst die Dekoration verleiht einem Raum Charakter. Leider geht der ganze Kleinkram schnell ins Geld. Gerade bei der Neuöffnung ist das Budget begrenzt und die Dekoration steht auf der Prioritäten-Liste ganz weit unten. Wir haben für Sie auf unserer Pinterest-Pinnwand die besten DIY-Deko-Tipps gesammelt. So schaffen Sie mit kleinen Mitteln ein großartiges Wohlfühl-Flair in Ihrem Bistro.