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Mitarbeiter motivieren: Diese drei Bedürfnisse sind der Schlüssel

Laut dem US-amerikanischen Verhaltens- und Sozialpsychologen David McClelland gibt es drei Bedürfnisse, die jeden Menschen motivieren: Zugehörigkeit, Macht und Leistung. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie ihnen diese drei Bedürfnisse erfüllen. Wir sagen Ihnen, wie Sie diese Aufgabe bewältigen.

Mitarbeiter motivieren: Diese drei Bedürfnisse sind der Schlüssel

Fast jeder wurde in der Schule früher oder später mit der Maslowschen Bedürfnispyramide konfrontiert. Nach dieser hat jeder Mensch die Grundbedürfnisse nach Nahrung, Schlaf und Sicherheit. In der westlichen Gesellschaft sind die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse für die Meisten selbstverständlich. Daher rücken für uns Bedürfnisse nach sozialem Ansehen, individueller Entfaltung und Selbstverwirklichung in den Vordergrund. Oder, nach David McClelland formuliert, die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Macht und Leistung. Mit diesen Verlangen sind auch gewisse Wünsche und Ängste verbunden. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie ihnen die Wünsche erfüllen und die Ängste tilgen. Wir sagen Ihnen wie.

Wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter erfüllen

Anstatt sich zu fragen, wie Sie ihre Mitarbeiter motivieren, sollten Sie einfach aufpassen, sie nicht zu demotivieren.

Urheber unbekannt

Mit dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist der Wunsch nach Sicherheit und Zuwendung verbunden, sowie die Angst abgewiesen oder ausgeschlossen zu werden. Eine Studie der Job-Börse Manpower aus dem Jahr 2015 hat ergeben, dass 65 Prozent der Arbeitnehmer ein gutes Verhältnis zu ihren Kollegen und Führungskräften als beste Motivation empfinden. Ein gesundes Betriebsklima ist also das A und O. Daher ist es wichtig, dass sich Ihre Angestellten nicht nur als Arbeitskraft, sondern auch als Person willkommen und akzeptiert fühlen. Falls sich einer Ihrer Mitarbeiter zurückgewiesen oder ausgeschlossen fühlt, ist er unmotiviert und angespannt. Ihm passieren mehr Fehler. Wenn dieser Zustand anhält, entsteht Dauerstress, der zu gesundheitlichen Schäden führt. Grenzt Ihr Team einen Kollegen gezielt aus, unterbinden Sie dies strikt. Führen Sie Ihr Team am besten anhand von gemeinsamen Aktivitäten zusammen.

Der Knigge zur Motivation von Mitarbeitern

  • Vergüten Sie Ihre Mitarbeiter angemessen.
  • Betreiben Sie aktiv Teambuilding mit gemeinsamen Aktivitäten.
  • Loben Sie Ihre Mitarbeiter für Erfolge.
  • Äußern Sie Kritik immer konstruktiv und nur in Einzelgesprächen.
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbstbestimmt arbeiten.
  • Übernehmen Sie selbst auch Projektaufgaben.
  • Holen Sie sich Rat bei Ihren Mitarbeitern.
  • Geben Sie regelmäßige Einschätzungen.
  • Bieten Sie Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Mit dem Bedürfnis nach Macht ist der Wunsch nach Kontrolle und Einfluss verbunden, sowie die Angst vor Kontrollverlust und Abhängigkeit. Einer der größten Fehler von Vorgesetzten ist es, zu viel zu kontrollieren. Nichts demotiviert Arbeitnehmer mehr als das Gefühl, für jeden kleinen Arbeitsschritt Rechtschaffenheit ablegen zu müssen. Räumen Sie Ihren Mitarbeitern Autonomie ein. Gewähren Sie im Idealfall Gleitzeiten und Vertrauensarbeitszeit. Formulieren Sie klare Ziele und Zeitvorgaben, überlassen es aber jedem Mitarbeitern selbst, wie er diese erfüllt. Statt zu kontrollieren, seien Sie der Ansprechpartner bei Problem und helfen Sie Ihren Mitarbeitern Stress zu bewältigen. Notwendig ist, dass Sie sich als Teil des Teams verstehen, also Aufgabenbereiche übernehmen und sich auch mal den Rat Ihrer Mitarbeiter einholen.

Mit dem Bedürfnis nach Leistung ist der Wunsch nach Erfolg und Abwechslung verbunden, sowie die Angst zu versagen. Daher ist ein wichtiger Motivator die Anerkennung von Leistung. Dafür genügt schon ein ernst gemeintes Lob. Ausschlaggebend ist, dass die Leistung des Mitarbeiters auch ansprechend vergütet wird. Zudem sollten Sie sich vor Augen halten:„Wo gehobelt wird, da fallen auf Späne“. Fehler passieren und Schuldzuweisungen nützen niemandem etwas. Lösen Sie stattdessen Probleme gemeinsam. Verstehen Sie Fehler als Teil des Lernprozesses - für sich selber und die Mitarbeiter. Falls ein Mitarbeiter immer wieder die gleichen Fehler macht, äußern Sie die Kritik in einem konstruktiven Einzelgespräch. Geben Sie Ihren Mitarbeitern zudem die Möglichkeit, sich einzuschätzen und weiterzuentwickeln. Halten Sie regelmäßig Mitarbeitergespräche, weisen Sie Perspektiven auf und bieten Sie Fortbildungen an.

Intrinsische und extrinsische Motivation

Es gibt zwei Formen der Motivation: Die intrinsische und die extrinsische Motivation. Für Sie besonders erstrebenswert sind Mitarbeiter, die intrinsisch motiviert sind. Das bedeutet, dass Ihre Mitarbeiter ihrer Tätigkeit gerne nachgehen, weil sie die Arbeit als erfreulich und sinnstiftend empfinden. Eine intrinsische Motivation kann nur dann stattfinden, wenn Ihre Mitarbeiter persönlich hinter dem Unternehmen stehen. Im Idealfall identifizieren Sie sich mit der Marke.

Bei der extrinsischen Motivierung erledigt der Mitarbeiter seine Aufgaben mit Fleiß, weil Sie ihm eine Belohnung in Aussicht gestellt haben - oder, weil er Angst vor einer Rüge hat. Im ersten Fall hält die Motivation nur so lange an, bis die Belohnung gewonnen ist. Im zweiten Fall ist der Mitarbeiter durch Angst vor einem Abriss negativ gestresst. Beides ist kontraproduktiv. Außerdem wurde nachgewiesen, dass extrinsische Motivation die intrinsische Motivation ausbremst. Wer nur auf eine bestimmte Belohnung hin arbeitet, hat Scheuklappen auf: Aufgaben, die nicht Teil des Bonussystems sind, werden als negativ oder zusätzliche Belastung empfunden.

Anstatt mit einem Bonussystem zu arbeiten, sollten Sie sichergehen, dass Ihre Mitarbeiter mit ihrem normalen Einkommen zufrieden sind und lernen, selbst Prioritäten zu setzen. Ein Mitarbeiter, der mitdenkt, erbringt kreative Eigenleistung - und diese ist kostbar. Stupide nach Anweisung arbeiten kann jede Maschine.

Wie Sie Ihre Mitarbeiter intrinsisch motivieren?

Damit stellt sich die Frage, wie Sie es schaffen, dass Ihre Mitarbeiter intrinsisch motiviert sind, ihre Arbeit also als etwas positives empfinden und sich ihre Kreativität frei entfalten kann. Grundvoraussetzung ist die Befriedigung der oben genannten Bedürfnisse. Diese bilden den Rahmen für ein motiviertes Arbeitsklima. Darüber hinaus können Sie sich ein Beispiel an den großen Silicon-Valley-Playern nehmen: Facebook und Google sind Meister im Motivieren und Binden von Mitarbeitern. Nicht jedes Unternehmen kann sich deren Luxus und Hightech-Standard leisten. Folgendes können Sie sich aber abkupfern:

Motivations-Strategien von Google und Co.:

  1. Bürogestaltung: Sich den Anliegen der Mitarbeiter anpassen

    Kreativität entfaltet sich am besten in einem entspannten Arbeitsklima. Dafür ist neben dem kollegialen Zusammenhalt auch relevant, dass man sich in den Büroräumen wohl fühlt. Grundvoraussetzung ist natürlich das Einhalten der Arbeitsstättenverordnung, um die Ergonomie zu gewährleisten. Darüber hinaus geht der Trend immer weiter weg vom klassischen Büro mit festen Sitzplätzen, Schreibtisch und Bürostuhl. Im Silicon Valley ist es zum Beispiel üblich, die Büros den Anliegen der Mitarbeiter anzupassen. Somit gibt es Rückzugsräume, wenn konzentriert an einer Aufgabe gearbeitet werden muss, Räume für Gruppenarbeiten und kreative Konzeption sowie Lounges zur mentalen Entspannung.

  2. Zeitmanagement: Freiraum zum Selbststudium und Abschalten einräumen

    Natürlich haben auch die großen Konzerne wie Facebook oder Google ihre klaren Zielvorgaben, dennoch wird den Mitarbeitern die Zeit zum Selbststudium eingeräumt. Oder die Zeit, sich zwischendurch bei einer Runde Kicker abzulenken. Denn oft ergibt sich die Lösung eines Problemes dann, wenn wir aufhören darüber nachzudenken. Zudem ist es ausschlaggebend, dass sich Mitarbeiter mit einem Sachverhalt ausgiebig auseinandersetzen können. Dass Ihnen die Zeit und Fehlertoleranz gegönnt wird, verschiedene Lösungsansätze auszuprobieren. Denn nur so kann etwas Innovatives entstehen. Wer immer den gewohnten Weg geht, ist zwar schnell am Ziel, aber damit nicht unbedingt der Konkurrenz voraus.

  3. Anerkennung: Service für die Mitarbeiter

    Ein Grund, warum Facebook, Google und Co beliebte Arbeitgeber sind, sind die Bonis, mit denen Sie ihre Mitarbeiter umwerben. Das fängt schon beim Mittagessen an: Statt schnödem Kantinenfraß gibt es Catering De Luxe - denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Darüber hinaus sind die meisten Silicon Valley Unternehmen unheimlich elternfreundlich. Bei Facebook bekommt jeder Mitarbeiter für Familienzuwachs einen Boni von 4.000 Euro. Netflix zahlt ein Jahr das volle Gehalt in der Elternzeit. Zudem verwöhnen die Konzerne die Mitarbeiter mit kleinen Aufmerksamkeiten wie Massage-Gutscheinen, kostenlosen Snacks und Getränken oder Skipässen für den Winterurlaub. Fast schon selbstverständlich ist es, dass Mitarbeiter die eigenen Serviceleistungen kostenlos nutzen. Also ein Walt Disney Mitarbeiter beispielsweise freien Eintritt im Disneyland hat. Unabhängig wie groß Ihre eigene Firma ist, ein paar kleine Bonis können Sie sicher auch einräumen - vieles können Sie sogar von der Steuer absetzen. Im übrigen sind Aufmerksamkeiten , die nicht an einen konkreten Erfolg gebunden sind, ein stärkerer Motivator. Das Prinzip ist dasselbe, wie in einer gesunden Partnerschaft: Dort wäre es auch fatal nur dann Zuneigung zu erfahren, wenn man dem Partner eine Leistung erbracht hat.

Vielleicht ist Ihnen bereits aufgefallen, dass das Konzept, mit dem Facebook und Google ihre Mitarbeiter motivieren, sehr an den Campus-Alltag erinnert. Das mag daran liegen, dass viele Konzepte, aus denen die heutigen Silicon Valley Giganten hervorgegangen sind, an einem Campus entstanden sind. Ihr Unternehmen sollte sich also nicht nur als wirtschaftlicher Konzern verstehen, sondern auch als ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um sich mit Freude weiterzuentwickeln.

Kennen Sie das OKR-Konzept?

Anhand des OKR-Konzepts definiert das Unternehmen für sich ein Ziel und Schlüsselergebnisse, die notwendig sind, um das Ziel zu erreichen. Darauf aufbauend definiert jede Abteilung und jeder Mitarbeiter sein eigenes OKR-Konzept. Also welches Ziel er erreichen muss, damit das Unternehmensziel erreicht werden kann. Und, welche Schlüsselergebnisse dafür erforderlich sind. Durch dieses Verfahren sind die Ziele des Konzerns transparent und der Angestellte beteiligt sich kreativ und selbstbestimmt am Erfolg. Dadurch wächst das Zugehörigkeitsgefühl sowie die Mitarbeitermotivation enorm. Entwickelt wurde diese Methode von Google und wird bereits von Plattformen wie Oracle, Twitter und LinkedIn genutzt. Aber Sie müssen kein riesiger Internetkonzern sein, um von diesem Model zu profitieren. Auch für mittelständische Unternehmen und Start-Ups bietet sich das OKR-Konzept an. Denn gerade bei einem kleineren Team sind Sie darauf angewiesen, dass jeder Mitarbeiter motivierter mitdenkt.