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Die Speisekarte als Visitenkarte

Die Speisekarte ist das A und O für Ihre Gastronomie. Je ansprechender Sie die Speisekarte gestalten, desto mehr Kunden locken Sie in Ihr Lokal. Dabei geht es um mehr als nur modische Designs, schöne Schriftarten oder tolle Grafiken. Doch was gehört eigentlich auf eine gute Speisekarte? Mit diesen 6 Tipps erheben Sie Ihre Speisekarte zu einem umsatzsteigernden Marketingtool.

Die Speisekarte als Visitenkarte

Die vier Speisekarten

Klassische Speisekarte Saisonkarte Tageskarte Menükarte
  • Am bekanntesten und am häufigsten verwendet
  • Klassische Aufreihung nach Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränke
  • Kann jeder Zeit erweitert werden
  • Für saisonale Gericht wie Spargel, Erdbeeren etc.
  • Auch für saisonale Getränke, die jeweils nur im Winter oder Sommer angeboten werden
  • Gut als zusätzlich eingelegtes Blatt in der klassischen Speisekarte
  • Bietet häufig wechselnde Gerichte der Standartkarte an
  • Werden meist mittags angeboten und solange der Vorrat reicht
  • Gerichte werden nach Vorspeise, Hauptgang und Dessert zusammengestellt
  • Passende Getränke werden in der Menüfolge aufgelistet
  • Eignen sich besonders gut bei Veranstaltungen und besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Weihnachten etc.

Übersichtliche Karte

Von einer überfüllten Speisekarte fühlen sich Gäste häufig überfordert und zweifeln an der Qualität der Lebensmittel. Wesentlich besser ist ein überschaubares Angebot an Speise- und Getränkeauswahl . Ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ erleichtert es Ihren Gästen die Entscheidung, wirkt professioneller und ist wirtschaftlicher. Trotzdem sollte die Speisekarte für jeden Geschmack Alternativen bereithalten. Um Ihren Gästen noch mehr Abwechslung zu bieten, ergänzen Sie Ihre Karte mit einem saisonalen Einleger. Ist im Winter beispielsweise Apfelstrudel als Dessert beliebt, passt im Sommer der Erdbeereisbecher besser auf die Karte.

Eine sinnvolle Anordnung der Speisen trägt zur Übersichtlichkeit bei. Teilen Sie die Gerichte nach Zubereitungsart ein oder sortieren Sie sie nach Zutaten. Entscheidend ist es, nicht alle Gerichte Querbeet auf die Karte zu schreiben und somit Gefahr zu laufen, unseriös zu wirken.

Angebote attraktiv und individuell beschreiben

Spiegeln Sie in der Speisekarte das Motto Ihres Restaurants wieder und beschreiben Sie es passend. Haben Sie ein eher minimalistisches Restaurant, reicht eine einfache Bezeichnung wie „Rindersteak“. Ist es jedoch ausgefallen und verspielt, beschreiben Sie dementsprechend Ihre Gerichte. Falls eine Erklärung Fremdwörter beinhaltet, erklären Sie diese, damit der Kunde nicht im Dunkeln tappt. Knackige Adjektive wie „frisch“, „sonnengereift“, „saftig“ oder „handgemacht“ sprechen den Genussmenschen im Kunden an. Setzen Sie sich mit Ihrem Team zusammen und überlegen Sie gemeinsam, wie Sie ein langweiliges Wort aufpeppen. Bleiben Sie jedoch im Rahmen. Zu viele ausgeschmückte Begriffe wirken schnell überladen und unprofessionell.

Auch bei der Schriftart sind Variationen möglich. Schreiben Sie die Karte nicht per Hand oder verwenden eine zu kleine Schrift. Die Schriftart passen Sie nach belieben an. Hauptsache der Gast kann sie lesen und sie ist nicht unleserlich.

Das Layout einer Speisekarte ist das Aushängeschild für Ihre Gastronomie. Zu aller erst nehmen Ihre Kunden die Farben, das Material und die Form wahr. Erst im nächsten Schritt beschäftigen Sie sich mit dem Inhalt. Schlagen Sie die Karte in eine schöne Kunstleder Hülle ein und stimmen Sie Farben und Muster passend aufeinander ab. Am besten eignet sich hierzu eine DIN A4 Größe. Gestalten Sie die Karte klar und übersichtlich. Durchgestrichene Wörter, zerknickte Blätter und verdreckte Umschläge sind ein No-Go. Um Beschreibungen zu visualisieren, fotografieren Sie einige Gerichte und setzen die Fotos mit auf Ihre Karte. Eine gute Bildqualität und satte kräftige Farben sorgen für ein optimales Ergebnis. Faktoren wie die Belichtung, der richtige Aufnahmewinkel und die Frische der Gerichte spielen dabei eine entscheidende Rolle. Auch hier gilt: Nicht zu viel des Guten.

Auf die Historie des Hauses eingehen

Durch eine kurze Beschreibung der Philosophie und der Historie des Hauses am Anfang der Speisekarte schaffen sie eine emotionale Bindung und Intimität. Besonders Familienunternehmen punkten dadurch, wenn Sie ihre „intime Geschichte“ Preis geben. Der Gast erfährt mehr von der Tradition Ihres Restaurants und vertreibt sich nebenbei die Wartezeit.

Ein Beispiel dafür ist das Burger-Restaurant „Hans im Glück“. Viele kennen das Märchen der Gebrüder Grimm, in dem Hans als Belohnung für sieben Jahre harte Arbeit einen Klumpen Gold geschenkt bekommt. Diesen tauscht er gegen einen Schleif- und einen Feldstein ein. Beide fallen ihm in einen Brunnen. Hans aber trauert ihnen nicht hinterher. Ganz im Gegenteil er fühlt sich befreit keine Last mehr tragen zu müssen und ist am Ende der Geschichte glücklich. Diese Zufriedenheit ist das Leitmotiv der Burger-Kette, in deren Restaurants man sich wie im Märchen fühlt, während die Gäste unter Birkenstämmen in einer waldähnlichen Kulisse essen.

Ein ähnliches Konzept hat Vapiano. Das Motto entspricht dem italienischen Sprichwort: „Chi va piano, va sano e va lontano“. Übersetzt: „Wer alles im Leben locker und gelassen angeht, lebt gesünder und länger“. Dieser Spruch spiegelt sich im entspannten Ambiente des Restaurants wieder.

Zusatzstoffe und Allergene kennzeichnen

Sie sind dazu verpflichtet Zusatzstoffe und Allergene in Ihrer Speisekarte zu kennzeichnen. Die Angaben umfassen Infos zu Konservierungsstoffen, Zusatzstoffen, Farbstoffen, Koffein, Chinin, Geschmacksverstärkern und Antioxidationsmitteln. Unter Allergene zählen beispielsweise Laktose oder Gluten. Außerdem geben Sie an, ob die Gerichte vegetarisch oder vegan sind. Entsprechende Listen mit allen Stoffen und verschiedenen Kennzeichnungssystemen für Gastronomen. Die Symbole erläutern Sie am Ende der Menükarte. So ist die Karte überschaubar und dennoch informativ. Halten sie sich nicht an die Vorschriften, bekommen sie rechtliche Probleme mit den Behörden. Im schlimmsten Fall müssen Sie Ihr Restaurant schließen.

Snob-Produkte

Snob-Produkte bezeichnen einzelne teure Gerichte, die sich preislich deutlich von den anderen abheben. Das Wort geht auf den sogenannten Snobeffekt zurück. Taktisch gesehen ist es klug mit Snob- Produkten zu arbeiten, da sie die anderen Angebote im Vergleich billiger erscheinen lassen. Einige Gäste halten Gerichte für beispielsweise 13 bis 14 Euro für zu teuer. Setzen Sie allerdings ein Gericht wie ein zartes Steak vom argentinischen Rind für 20 Euro auf die Karte, erscheinen die restlichen Speisen günstiger und attraktiver. Generell ist ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wichtig.

Unverwechselbarkeit der Gerichte

Die Königsdisziplin bei der Gestaltung Ihrer Speisekarte ist die Unverwechselbarkeit von Gerichten . Versuchen Sie Ihr Restaurant im Verhältnis zu den anderen besonders erscheinen zu lassen. Locken Sie Ihre Kunden beispielsweise mit Speisen oder Getränken an, die niemand sonst vor Ort anbietet. Auch ein außergewöhnliches Ambiente, das Kunden im besten Fall schon von weitem erkennen, kommt gut an und lockt sie in Ihre Gastronomie.

Besondere Produkte hervorheben

Haben Sie ein unverwechselbares Gericht gefunden, das sogar noch ein Snob-Produkt ist, heben Sie es farblich hervor oder platzieren es gesondert. Mit einem Symbol oder einer Beschriftung wie „Topseller“ oder „Empfehlung des Hauses“, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf das Gericht.

Eine eigene Getränkekarte

Beliebt ist oft die Frage: Die Getränke auf einer separaten Karte oder hinten in der Speisekarte aufführen? Restaurants, die einen zusätzlichen Barbereich haben oder hausgemachte Getränke anbieten, reichen dem Gast oft eine extra Getränkekarte. Das Design ist dabei an den Stil der Speisekarten angepasst. In den meisten Fällen werden die Getränke aber nach den Speisen in der Karte aufgeführt.

Social-Media-Marketing mit Ihrer Speisekarte verbinden

Die Speisekarte verzaubert nicht nur Ihre Gäste. Sie ist zudem wichtig für Ihr Social-Media-Marketing . Hinweise auf den Facebook oder Instagram-Account Ihres Restaurants am Ende der Karte verleiten Ihre Gäste zum Stöbern. Sie verlinken Ihr Restaurant oder teilen Fotos von ihrem Besuch mit dem Hashtag ihres Restaurants. Ihre Reichweite wächst und die Beiträge führen im besten Fall dazu, dass neue Kundschaft in Ihr Lokal kommt.

Die Speisekarte in die Tabletkasse integrieren

Möchten Sie mit der Technik mitgehen, integrieren Sie die Speisekarte ganz einfach in Ihr Tablet Kassensystem. Wie gut diese Art von Speisekarte funktioniert, zeigt das Okinii. In dem Suhshi Restaurant gibt es keine herkömmliche Speisekarte mehr. Dank der integrierten Speisekarte sehen Sie alle Gerichte und Getränke auf dem Tablet und bestellen darüber. Kassensysteme erhalten Sie über unsere Partner Orderbird und Gastrofix.