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Kaffee und das Herz-Kreislauf-System: Die Menge macht den Unterschied

Egal ob als Latte Macchiato, Cappuccino oder einfach nur schwarz: Um morgens wach zu werden, gönnen sich die meisten Menschen erst einmal eine große Tasse Kaffee. Erst wenn der aromatische Duft langsam in die Nase steigt, kann der Tag beginnen. Der Kaffee bringt die Lebensgeister so richtig in Schwung, dann lässt es sich mit voller Energie in den Tag starten. Aber welche Auswirkungen hat das enthaltene Koffein auf das Herz-Kreislauf-System? Schadet es auf Dauer vielleicht sogar?

Kaffee und das Herz-Kreislauf-System: Die Menge macht den Unterschied

Als der Kaffee im 17. Jahrhundert seine Erfolgsgeschichte in Europa antrat, war er vor allem eines: ein Luxusgut. Nur wer das entsprechende Kleingeld hatte, konnte sich das schwarze Getränk leisten. So blieb es aber nicht lange. Vom steigenden Import profitierten auch die ärmeren Bevölkerungsschichten. Nach kurzer Zeit schossen die ersten Kaffeehäuser aus dem Boden - und jeder trank das neue Kultgetränk.

Kaffee - der Stressmacher

Heute sind nicht mehr alle so begeistert. Der große Kaffeekonsum der Deutschen - etwa ein halber Liter am Tag - ruft regelmäßig die Kritiker auf den Plan. Sie sehen das schwarze Heißgetränk mit großer Besorgnis. Koffein regt nämlich unter anderem die körpereigene Herstellung von Adrenalin an. Das Stresshormon aus der Nebenniere löst die für Angst typische Kampf-oder-Flucht-Reaktion aus: Blutdruck, Herzfrequenz und Blutzuckerspiegel klettern nach oben. Der Kaffeegenuss täuscht also eine Stress-Situation vor - und der Körper hat keine Ahnung, dass er gar nicht gegen einen Feind antreten muss, sondern vom Kaffee aufgeputscht wird.

Zusätzlich steigert Koffein die Produktion von Norepinephrin. Das erhöht den Blutdruck und senkt die Pulsfrequenz. Fehlt der Nachschub, stellen sich Konzentrationsschwierigkeiten und mangelnde Motivation ein. Auf Dauer gewöhnt sich der Körper an die tägliche Koffein-Zufuhr. Setzen gewohnheitsmäßige Kaffeetrinker also plötzlich ihren geliebten Kaffee ab, zeigen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Entzugserscheinungen wie Erschöpfung und Gereiztheit. Zu viel Kaffee dagegen zeigt sich in Schlafproblemen, Unruhe oder auch Herzrasen.

Chronische Erkrankungen lindern durch Kaffee

Wer jetzt einen erschrockenen und schuldbewussten Blick auf die Kaffeemaschine wirft, kann aber ganz beruhigt sein. Für die weitverbreitete Theorie, Kaffee könnte Kreislauferkrankungen fördern, gibt es bisher noch keine Beweise. Lediglich kurzfristige Änderungen im Herz-Kreislaufsystem sind erkennbar. In Maßen genossen hat der Kaffee außerdem durchaus positive Auswirkungen. Frühere Empfehlungen an Herzkranke, vollkommen auf Kaffee zu verzichten, sind damit inzwischen überholt. Bei so mancher Erkrankung wirkt er sich sogar erkennbar positiv auf das Wohlbefinden des Patienten aus. Er regt den Kreislauf an und verbessert damit die Durchblutung. Das kann gegen Kopfschmerzen helfen und Konzentration und Aufnahmebereitschaft steigern. Bei chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes entdecken Forscher zunehmend die positive Wirkung des Kaffees. So bewiesen Wissenschaftler des American College of Rheumatology im Jahr 2007, dass Männer, die vier bis fünf Tassen Kaffee am Tag tranken, ein 40 Prozent geringeres Risiko hatten, an Gicht zu erkranken.

Solange die Menge überschaubar bleibt, müssen sich Kaffeetrinker auch um ihren Wasserhaushalt keine Gedanken machen. Zwar wirkt das Koffein tatsächlich harntreibend, der Wasserverlust gleicht sich aber innerhalb von kurzer Zeit ganz von allein wieder aus. Kreislaufbeschwerden sind deshalb nicht zu erwarten. Das zeigt: Ein Glas Wasser zur Tasse Kaffee schadet zwar nicht, muss aber auch nicht unbedingt sein. Kaffeeliebhaber sollten lediglich die Menge ihres Lieblingsgetränks im Auge behalten: Drei bis vier Tassen über den Tag verteilt sind völlig in Ordnung.